Das Bild ist zwar echt aber dennoch weit von der Wirklichkeit entfernt! Bei einer schwimmenden Verlegung von einem Parkettboden, einem Laminatboden oder einem Vinylboden darf auf keinen Fall Wasser eine Rolle spielen! Im Gegenteil, es ist immer wichtig, dass vor der Verlegung der Unterboden trocken und verlegereif ist! Ansonsten staut sich die Feuchtigkeit oder die Feuchtigkeit gelangt in das Material und so sind Schäden und/oder Schimmelpilzbildung vorprogrammiert! Die schwimmende Verlegung bedeutet lediglich, dass der Fußboden nicht fest mit dem Unterboden verbunden wird. Er wird lose, idealerweise mit einer geeigneten Trittschalldämmung und ggf. mit einer Dampfbremse, auf dem Untergrund verlegt! Wenn Sie selber die Verlegung vornehmen wollen, bitte niemals auf einem Teppichboden! Dieser ist vor der Verlegung grundsätzlich zu entfernen!
Es war sehr lustig diese Fotos, mit freundlicher Unterstützung vom Bademeister Sebastian, im Pattenser Bad zu erstellen! Wir haben im „Nichtschwimmer" die Fertigparkettelemente (ein 3-Schichtparkett, Eiche, Landhausdiele, geölt) auf Schwimmhilfen gelegt, in der Hoffnung, dass diese mich tragen! Wie man sieht, hat alles gut geklappt. Nur die Füße und Knieschoner wurden etwas feucht! Zum Verlegen findet das Parkett nach diesem künstlichen Wasserschaden natürlich keine Verwendung mehr.
Im Schwimmbad in Pattensen hatte ich bereits als Kind viel Freude und mir an so manchen heißen Sommertagen eine Abkühlung mit Familie, Freunden und Bekannten gegönnt!
Schwimmend verlegen oder verkleben?
Beide Verfahren haben ihren Platz. Schwimmend verlegte Böden liegen lose auf einer Dämmschicht, meist über ein Klicksystem an den Kanten verbunden — das macht die Verlegung schneller und den Boden bei einem späteren Austausch leichter entfernbar, ohne den Unterboden zu beschädigen. Verklebte Böden liegen ruhiger unter den Füßen und vertragen punktuelle Belastung (schwere Möbel, Rollcontainer) besser, weil nichts wandern kann. Bei Massivholzdielen ist Verkleben in der handwerklichen Praxis häufiger die Wahl, bei Mehrschichtparkett und Fertigparkett ist schwimmende Verlegung die deutlich verbreitetere.
Was der Untergrund mitbringen muss
Neben der Trockenheit zählt vor allem die Ebenheit: Unebenheiten im Estrich gleicht eine Dämmunterlage nur bis zu einem gewissen Grad aus, größere Höhenunterschiede führen sonst zu Klappergeräuschen oder Spannungen im Klicksystem. Ob der Estrich trocken genug ist, wird in der Praxis über eine CM-Messung (Calciumcarbid-Methode) festgestellt, nicht über Augenmaß — gerade bei Neubauten oder nach Wasserschäden ein Standardschritt vor der Verlegung, unabhängig vom gewählten Bodenbelag.
