Schwerpunkt Sanierung und Versiegelung
Weil das Referenzprojekt aus Pattensen eine Sanierung mit Versiegelung war, liegt hier ein besonderer Schwerpunkt auf diesem Verfahren. Beim Sanieren wird die vorhandene Nutzschicht des Bodens abgeschliffen, sichtbare Kratzer, Dellen und verfärbte Stellen verschwinden dabei vollständig. Fugen und lose Stellen werden vor dem Schliff ausgebessert, damit die neue Oberfläche gleichmäßig aufliegt. Danach folgt die Versiegelung in mehreren dünnen Schichten – jede Schicht braucht Zeit zum Durchtrocknen, bevor die nächste aufgetragen wird, das ist der Grund, warum eine gründliche Sanierung selten an einem Tag fertig ist.
Der Vorteil der Versiegelung gegenüber Öl: Eine geschlossene, robuste Schutzschicht, die im Alltag deutlich weniger Pflege braucht als eine offenporige Oberfläche. Nachteil: Wird die Schicht an einer Stelle beschädigt, lässt sich das kaum unsichtbar ausbessern, meist muss dann die gesamte Fläche neu geschliffen werden. Wer zwischen Öl und Versiegelung unentschlossen ist, findet den ausführlichen Vergleich auf der Seite Parkett ölen oder versiegeln.
Zur Einordnung, was im Referenzprojekt verlegt wurde: Ein 3-Schicht-Schiffsboden ist ein Fertigparkett, bei dem eine Nutzschicht aus Echtholz (hier Nussbaum) auf zwei Trägerschichten aus Nadelholz verleimt ist – das macht die Dielen formstabiler als Massivholz und weniger empfindlich gegenüber Temperatur- und Feuchteschwankungen. Die namensgebende „Schiffsboden"-Optik entsteht durch unterschiedlich breite, versetzt verlegte Dielen, die an den Bootsdeck-Look erinnern. Auch bei diesem Aufbau lässt sich die Nutzschicht mehrfach abschleifen, solange genug Substanz vorhanden ist – ein Vorteil gegenüber sehr dünnen Fertigparkett-Varianten, bei denen das kaum möglich ist.